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Häufige Fragen

Hier stehen die Fragen, die uns am häufigsten zur Behandlung mit Augenspritzen gestellt werden. Alle Antworten sind sichtbar – Sie müssen nichts aufklappen.


Tut die Spritze weh?

Für die allermeisten Menschen ist sie unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Ihr Auge wird vorher mit Tropfen betäubt, und die Nadel ist sehr dünn. Manche spüren einen kurzen Druck oder ein kurzes Stechen von zwei bis drei Sekunden – mehr nicht.

Am unangenehmsten empfinden viele nicht die Spritze selbst, sondern den Lidhalter und das Brennen der Desinfektionslösung. Beides ist nach wenigen Minuten vorbei.

Bekomme ich eine Narkose?

Nein. Es genügt eine örtliche Betäubung mit Augentropfen. Eine Vollnarkose oder ein Dämmerschlaf ist für diesen kurzen Eingriff nicht nötig und würde Sie unnötig belasten. Sie sind die ganze Zeit wach und können mit uns sprechen.

Sehe ich die Nadel auf mich zukommen?

Nein. Sie werden gebeten, in eine andere Richtung zu schauen – die Nadel kommt von der Seite. Und selbst wenn Ihr Blick dorthin ginge: So nah am Auge kann es nichts Scharfes abbilden. Sie sehen die Nadel nicht.

Ich habe große Angst davor. Was kann ich tun?

Diese Angst ist völlig verständlich – der Gedanke an eine Nadel im Auge ist für fast jeden zunächst schwer auszuhalten. Es hilft vielen, das vorher auszusprechen. Sagen Sie uns Bescheid: Wir nehmen uns dann mehr Zeit, erklären jeden Schritt vorher an und sagen Ihnen jeweils an, was als Nächstes kommt.

Erfahrungsgemäß ist die erste Spritze die schwerste. Die meisten Menschen sind hinterher erleichtert, wie schnell und wie harmlos es tatsächlich war. Eine Begleitperson darf gern mitkommen und im Wartebereich auf Sie warten.

Wie viele Spritzen brauche ich?

Das lässt sich am Anfang nicht genau sagen. Üblich ist zu Beginn eine Serie von drei Spritzen im Abstand von etwa vier Wochen. Danach entscheiden wir anhand von Sehtest und OCT über den weiteren Rhythmus.

Bei der feuchten AMD sind über die Jahre meist viele Spritzen nötig, die Abstände werden aber in der Regel größer. Bei einer myopen CNV genügen oft nur wenige Injektionen.

Muss ich das mein Leben lang machen?

Bei der feuchten Makuladegeneration ist die Behandlung meist eine Dauerbehandlung über Jahre, weil die Erkrankung nicht heilbar ist – aber sehr gut kontrollierbar. Die Abstände zwischen den Spritzen werden dabei häufig länger.

Bei einem Gefäßverschluss, einer Uveitis oder einer myopen CNV kommt die Behandlung dagegen oft nach einigen Monaten zum Abschluss.

Werde ich danach wieder besser sehen?

Das erste Ziel ist, Ihr Sehvermögen zu erhalten und die Verschlechterung aufzuhalten. Das gelingt in der großen Mehrzahl der Fälle.

Viele Menschen sehen zusätzlich wieder besser – wie viel, hängt davon ab, wie lange die Erkrankung schon bestand und ob die Sinneszellen in der Netzhautmitte noch intakt sind. Ist dort bereits Narbengewebe entstanden, lässt sich das nicht rückgängig machen. Deshalb zählt jede Woche am Anfang.

Was passiert, wenn ich die Behandlung abbreche?

Dann kehrt die Flüssigkeit in der Regel zurück, und das Sehen verschlechtert sich wieder – oft innerhalb weniger Wochen. Sehschärfe, die auf diese Weise verloren geht, lässt sich später häufig nicht mehr zurückgewinnen.

Wenn Sie über einen Abbruch nachdenken, sprechen Sie bitte vorher mit uns. Oft lässt sich der Grund lösen – etwa durch ein anderes Medikament, größere Abstände oder eine bessere Terminplanung.

Darf ich nach der Spritze Auto fahren?

Am Tag der Untersuchung und am Tag der Spritze nicht. Durch die weitgestellte Pupille sind Sie für mehrere Stunden geblendet, dazu kommen Tropfen, Salbe und gegebenenfalls ein Verband.

Lassen Sie sich bringen oder nutzen Sie Bus, Bahn oder Taxi. Ab dem Tag danach dürfen Sie in der Regel wieder fahren, sofern Sie ausreichend sehen.

Muss ich nüchtern kommen?

Nein. Essen und trinken Sie ganz normal. Ein leerer Magen macht die Sache eher unangenehmer. Bringen Sie ruhig etwas zu trinken mit – besonders am ersten Termin, der länger dauert.

Muss ich meine Blutverdünner absetzen?

Nein. Weder ASS noch Marcumar oder die neueren Gerinnungshemmer müssen für eine Augenspritze abgesetzt werden. Der Eingriff ist dafür zu klein.

Bitte setzen Sie nichts eigenmächtig ab – das Risiko eines Schlaganfalls oder einer Thrombose wäre deutlich größer als der mögliche Nutzen am Auge. Alle übrigen Medikamente nehmen Sie ebenfalls wie gewohnt ein.

Was kostet die Behandlung?

Für die anerkannten Krankheitsbilder ist die Behandlung mit Augenspritzen eine Leistung der Krankenkassen – gesetzlich wie privat. Für Sie entstehen dadurch keine Kosten. Auch die Untersuchungen, die dafür nötig sind, werden übernommen.

Können beide Augen am selben Tag gespritzt werden?

Ja. Jedes Auge wird dabei vollständig getrennt vorbereitet – eigenes steriles Besteck, eigene Desinfektion, eigene Medikamentenpackung. So kann sich eine Infektion nicht von einem Auge auf das andere übertragen.

Wirkt das Medikament im ganzen Körper?

Nur in sehr geringem Maß. Gespritzt wird eine winzige Menge, und sie bleibt zum allergrößten Teil im Auge. Deshalb sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten praktisch kein Thema.

Sagen Sie uns dennoch, wenn Sie in den letzten Monaten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten – das fließt in die Auswahl des Medikaments ein.

Ich sehe nach der Spritze schwarze Punkte und Bläschen. Ist das normal?

Ja, das ist normal. Was Sie sehen, ist das Medikament, das sich im Glaskörper verteilt, manchmal auch ein kleines Luftbläschen. Es kann als dunkler Ring, als Faden oder als Rieseln erscheinen. Nach ein bis drei Tagen ist es verschwunden.

Anders ist es, wenn plötzlich sehr viele neue Punkte auftreten, zusammen mit Lichtblitzen oder einem Schatten von außen. Dann melden Sie sich bitte sofort. Die Warnzeichen im Einzelnen

Mein Auge hat einen roten Fleck. Ist das schlimm?

Nein. Ein roter Fleck auf dem Weiß des Auges ist ein Bluterguss der Bindehaut an der Einstichstelle. Er sieht unschön aus, tut nicht weh und verschwindet innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst.

Achten Sie aber darauf, ob die Rötung zunimmt und ob Schmerzen dazukommen – das wäre etwas anderes und muss sofort untersucht werden.

Darf ich duschen und mir die Haare waschen?

Ja, ab dem Tag nach der Spritze. Vermeiden Sie dabei, dass Seife oder Shampoo ins Auge läuft, und reiben Sie das Auge nicht ab – tupfen Sie es nur trocken. Schwimmbad, Sauna und Whirlpool lassen Sie für zwei bis drei Tage aus.

Wann darf ich wieder Sport treiben?

Leichte Bewegung und Spaziergänge sind sofort erlaubt. Mit anstrengendem Sport, Schwimmen und allem, wobei Sie stark pressen oder den Kopf tief halten, warten Sie bitte zwei bis drei Tage. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie uns bei der Kontrolle.

Bin ich danach arbeitsunfähig?

In der Regel nicht. Die meisten Menschen sind am Tag nach der Spritze wieder arbeitsfähig. Am Tag der Injektion selbst sollten Sie sich freinehmen – Sie können nicht fahren und sehen für einige Stunden unscharf.

Wenn Ihre Tätigkeit besondere Anforderungen an das Sehen stellt oder sehr staubig ist, sprechen Sie uns an.

Ist die Farbstoffuntersuchung eine Röntgenuntersuchung?

Nein. Bei der Fluoreszenzangiographie wird keine Strahlung verwendet und kein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel. Es handelt sich um einen harmlosen gelben Farbstoff, der über eine Armvene gegeben und mit einer normalen Kamera fotografiert wird.

Dass Ihr Urin danach ein bis zwei Tage lang kräftig gelb ist, gehört dazu – der Farbstoff wird über die Nieren ausgeschieden. Trinken Sie an diesem Tag reichlich.

Wer vereinbart meinen Termin?

Darum müssen Sie sich in aller Regel nicht kümmern. Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt gibt uns Bescheid – ebenso unsere Kolleginnen und Kollegen in Sassnitz oder in der Bleistraße. Unser Büro meldet sich dann bei Ihnen und vereinbart den Termin in der Frankenstraße 86.

Wenn Sie längere Zeit nichts gehört haben oder einen Termin verschieben müssen, schreiben Sie uns bitte an info@az-hst.de.

Muss ich zur Kontrolle wieder nach Stralsund?

Nicht unbedingt. Die Kontrolle am Tag nach der Spritze kann auf Wunsch wohnortnah in Sassnitz erfolgen. Sagen Sie uns am Tag der Injektion Bescheid, was Ihnen lieber ist – dann stimmen wir das ab.

Ich kann einen Termin nicht wahrnehmen. Was nun?

Sagen Sie ihn bitte so früh wie möglich ab, damit wir Ihnen zügig einen neuen geben können. Eine einzelne verschobene Spritze ist meist unproblematisch – längere Pausen können aber Sehschärfe kosten, die sich nicht zurückholen lässt.

Ich habe zusätzlich einen Grauen Star. Geht beides?

Ja. Eine Operation des Grauen Stars ist auch während einer laufenden Spritzenbehandlung möglich; sie wird nur zeitlich mit den Injektionen abgestimmt. Sprechen Sie uns darauf an – wir planen das gemeinsam.

Ausführliche Informationen zur Operation des Grauen Stars finden Sie unter Meine neue Linse.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Schreiben Sie sie auf und bringen Sie sie zu Ihrem Termin mit – oder schreiben Sie uns an info@az-hst.de. Bitte senden Sie dabei keine Gesundheitsdaten: Eine gewöhnliche E-Mail ist nicht verschlüsselt.