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Makulaödem nach Gefäßverschluss

Bei einem Netzhautvenenverschluss ist eine Vene der Netzhaut verstopft. Das Blut kann nicht mehr richtig abfließen und staut sich zurück. Die Netzhaut wird dadurch schlechter mit Sauerstoff versorgt und schüttet Botenstoffe aus, die die feinen Gefäße undicht machen. So tritt Flüssigkeit in die Netzhaut über – besonders in der Mitte, der Makula, die dann anschwillt.

Zwei Formen

Woran Sie es bemerken

Wie behandelt wird

Der Verschluss selbst lässt sich nicht wieder öffnen. Behandelt wird die Schwellung der Netzhautmitte, denn sie ist für die Sehverschlechterung verantwortlich. Dafür verwenden wir VEGF-Hemmer, bei bestimmten Verläufen auch ein Kortison-Präparat.

Je früher begonnen wird, desto besser sind die Aussichten. Viele Menschen sehen unter der Behandlung wieder deutlich besser. Wie viele Spritzen nötig sind, ist sehr unterschiedlich – manchmal beruhigt sich die Lage nach einigen Monaten dauerhaft.

Zusätzlich achten wir bei den Kontrollen darauf, ob Bereiche der Netzhaut nicht mehr ausreichend durchblutet sind oder ob sich am Auge neue, krankhafte Gefäße bilden. Ist das der Fall, ergänzen wir die Behandlung um eine Laserbehandlung dieser Netzhautbereiche. Sie ist notwendig, weil sie schwere Folgen wie Blutungen oder einen starken Druckanstieg im Auge verhindert. Das Sehen verbessert der Laser nicht – möglicherweise kann er aber dazu beitragen, dass weniger Spritzen nötig sind.

Bitte lassen Sie sich internistisch untersuchen

Ein Venenverschluss im Auge ist häufig ein Warnzeichen für den gesamten Kreislauf. Bitte lassen Sie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette bei Ihrem Hausarzt prüfen – und, je nach Alter und Befund, auch die Blutgerinnung. So schützen Sie Ihr zweites Auge und Ihr Herz.

Was Sie selbst tun können