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Diabetisches Makulaödem

Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt über Jahre die feinsten Blutgefäße im Körper – auch die der Netzhaut. Werden sie undicht, tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus. Sammelt sie sich in der Netzhautmitte, spricht man vom diabetischen Makulaödem.

Was im Auge geschieht

Die Wände der kleinen Netzhautgefäße werden brüchig. Es entstehen Aussackungen, aus denen Flüssigkeit und Fett austreten. Andere Gefäße verschließen sich ganz – die Netzhaut bekommt dort zu wenig Sauerstoff und bildet vermehrt den Botenstoff VEGF. Dieser macht die Gefäße noch durchlässiger. Die Netzhautmitte schwillt an.

Woran Sie es bemerken

Deshalb sind die Kontrollen so wichtig

Weil ein diabetisches Makulaödem lange keine Beschwerden macht, wird es meist bei einer Routinekontrolle entdeckt. Menschen mit Diabetes sollten ihre Augen deshalb regelmäßig untersuchen lassen – auch dann, wenn sie gut sehen.

Wie behandelt wird

In den meisten Fällen behandeln wir zunächst mit VEGF-Hemmern. Sie dichten die Gefäße ab, die Schwellung geht zurück. Üblich sind zu Beginn mehrere Spritzen in etwa vierwöchigem Abstand, danach richtet sich der Abstand nach dem Befund im OCT. Leider dauert die Behandlung bei diabetisch bedingten Veränderungen häufig lange (Monate bis Jahre).

Wenn die Spritzen nicht ausreichend wirken, kommen Kortison-Präparate in Betracht, die über Wochen bis Monate im Auge wirken. Zusätzlich kann bei bestimmten Befunden eine Laserbehandlung der Netzhaut nötig sein – sie behandelt nicht die Mitte, sondern die schlecht durchbluteten Bezirke am Rand. Die Laserbehandlungen verbessern das Sehen nicht. Sie sollen schwere Folgen der schlechten Durchblutung in den nächsten Jahren verhindern.

Die Behandlung wirkt nur zusammen mit der Grundeinstellung

Die Spritze behandelt die Folgen im Auge. Die Ursache liegt im Stoffwechsel. Ein gut eingestellter Blutzucker, ein guter Blutdruck und normale Blutfette entscheiden mit darüber, wie gut die Behandlung anschlägt und wie lange sie nötig ist.

Was Sie selbst tun können